Einstellungstest Bundeswehr
Der Einstellungstest Bundeswehr besteht aus verschiedenen Teilbereichen
und ist einer der umfangreichsten und schwierigsten Einstellungstests,
die es gibt.
Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen dem Bundeswehr-Einstellungstest
für Offiziere und dem Bundeswehr-Einstellungstest für
Feldwebel und Unteroffiziere, es gibt hierbei jedoch nur eine kleine
Abweichung:
Bundeswehr-Einstellungstest:
Gruppensituationsverfahren (nur
Feldwebel und Offiziere)
Eignungsuntersuchung
Sporttests
Vorstellungsgespräch mit einem Offizier und einem Psychologen.
Eignungsuntersuchung:
Der computerunterstützte Einstellungstest ist extrem
umfangreich und wird mit jedem Bewerber durchgeführt, es sei
denn, man hat diesem bereits bei der Musterung absolviert.
Dieser Teil des Bundeswehr-Einstellungstest prüft den Bewerber
sowohl auf sprachliche und mathematische Fähigkeiten, als auch
auf logisches Denken, Konzentrationsfähigkeit und technisches
Verständnis.
Vor jeder Aufgabe bekommt man eine genaue Anleitung und eventuell ein
Übungsbeispiel.
Wer sich gezielt darauf vorbereiten will, dem kann ich nur das Buch "Testtraining
2000plus" von Hesse/Schrader empfehlen. Dieses Buch hilft
einem schon viel, da man bei vielen Aufgaben bereits weiss, wie diese
vom Prinzip her funktionieren. Wichtig dabei ist, dass man nicht die
Nerven wegschmeisst, weil mal die eine oder andere Aufgabe nicht so
geklappt hat.Wenn man gefasst und konzentriert an den
Bundeswehr-Einstellungstest herangeht, kann nicht mehr viel schief
gehen.
Bewerber für den fliegerischen Dienst und des
Sanitätsdienst führen im Anschluss an den allgemeinen
Teil des Computertests noch einen praxisbezogenen Test am Computer
durch, der ihre Fähigkeiten in dieser speziellen
Verwendungsgruppe überprüft.
Hier einige Aufgaben, wie sie beim allgemeinen
Bundeswehr-Einstellungstest vorkommen können:
Rechenbeispiele insbesondere
Addition, Substraktion, Multiplikation, Division
Dezimal- und Bruchrechnung
Volt, Strom, Spannungen, Wiederstände, elektrische
Schaltungen, Dioden
Räumliches Vorstellungsvermögen
Wortauswahl
Zeichensetzung
Rechtschreibreform
Sprach-Analogien
Sinnvolles ergänzen
Figurenreihen fortsetzen
Reaktionstest
Desweiteren ist beim Bundeswehr-Einstellungstest am Computer mit
persönlichen Fragen zu rechnen zB:
Haben Sie viele Freunde?
Haben Sie oft Probleme mit Ihren Vorgesetzten?
Wie oft trinken Sie Alkohol?
Nehmen Sie Drogen?
Hierbei ist es sehr sinnvoll, sich die Antworten zu merken, da es
vorkommen kann, dass man beim Vorstellungsgespräch danach
gefragt wird.
Alles in allem ein sehr umfangreiches Kapitel des Einstellungstest bei
der Bundeswehr, wo schon viel daneben gehen kann. Deshalb empfehle ich
an dieser Stelle das Buch über Einstellungstest bei der
Bundeswehr:
Sporttest
Beim Sporttest im Rahmen des Bundeswehr-Einstellungstests geht es um
Ausdauer, Geschicklichkeit, Kraft und Geschwindigkeit.
Der Sporttest ist unterteilt in verschiedene Bereiche:
Pendellauf
Sit-Up´s
Weitsprung
Liegestütze
Ergometertest (Mannschaften, Unteroffiziere, Feldwebel)
12-Minuten-Lauf (Offiziere)
Beim Pendellauf legt man viermal in Folge die Strecke von neun Metern
zurück. Aber nicht immer in dieselbe Richtung, sondern jeweils
nach neun Metern mit einer Kehrtwendung in die andere Richtung, wie ja
der Name schon sagt. Hierbei ist es wichtig, den Richtungswechsel
schnell zu absolvieren und generell eine gute Geschwindigkeit
aufzunehmen.
Danach sind Sit-Up´s zu absolvieren. Ziel ist es
innerhalb von 40 Sekunden soviele Sit Up´s wie
möglich zu machen. Beim Weitsprung wird aus drei Versuchen der
weiteste gezählt. Bei den Liegestützen muss man
mindestens 13 Stück in 40 Sekunden schaffen. Beim
12-Minuten-Lauf im Rahmen des Bundeswehr-Einstellungstests ist im
Zeitraum von 12 Minuten eine möglichst weite Strecke
zurückzulegen.
Das Ganze wird mit einem ausgeklügelten Punktesystem bewertet,
wo man insgesamt 6 Punkte erreichen muss. Bei den jeweiligen
Übungen sind überall mehrere Punkte (bis zu sechs)
möglich. Es reicht aber nicht, in jeder Übung nur die
Mindestanforderung
zu schaffen. Beim Bundeswehr-Einstellungstest ist der Sporttest sicher
die schwierigste Aufgabe, deshalb sollte man sich auch sehr gut darauf
vorbereiten. Scheitert man beim Bundeswehr-Einstellungstest nur am
Sporttest, so kann man diesen im Zeitraum von sechs Monaten wiederholen.
Vorstellungsgespräch mit einem Offizier und einem
Psychologen:
Der Bundeswehr-Einstellungstest besteht ausserdem noch mit einem
Vorstellungsgespräch mit einem Offizier und einem Psychologen.
Dieses Gespräch gibt einem die Gelegenheit seine eigenen
Stärken aufzuzeigen.Man wird bezüglich
Stärken, Schwächen, Verwendung gefragt. Auch sollte
man eine Antwort auf die Frage, warum man sich für die
Bundeswehr entschieden hat, parat haben. Natürlich kann es
auch vorkommen, dass man zu aktuellen politischen Themen befragt wird.
Man sollte ruhig und selbstbewusst an das Gespräch herangehen,
dann kann nicht viel schiefgehen.
Bundeswehr-Einstellungstest - Gruppensituationsverfahren
(nur Feldwebel und Offiziere)
Das Gruppensituationsverfahren wird in der Regel als Gruppendiskussion
durchgeführt. Ziel ist es, eine vorgegebene Aufgabe gemeinsam
zu lösen. Es geht vor allem darum, die soziale Kompetenz der
zukünftigen Feldwebel und Offiziere festzustellen.
Soviel zu den verschiedenen Bereichen des Einstellungstests bei der
Bundeswehr. Ist ein Bewerber den Herausforderungen des
Bundeswehr-Einstellungstests nicht gewachsen, so muss er
frühzeitig aufgeben. Sollte der Bundeswehr-Einstellungstest
nicht bestanden werden, es jedoch Aussicht auf Erfolg gibt, kann dieser
einmalig wiederholt werden. Dies kommt in der Praxis aber eher selten
vor. Bei den Anforderungen im Bundeswehr-Einstellungstest gibt es
keinen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen
Anwärtern.
Aufgrund der hohen Erwartungen und Herausforderungen sollte man sich
sehr genau auf den Einstellungstest bei der Bundeswehr vorbereiten, und
da gibt es eine entscheidende Möglichkeit:
Testtraining Polizei und Feuerwehr: Kriminalpolizei, Bundeswehr, Bundesgrenzschutz. Einstellungs- und Eignungstests erfolgreich bestehen (Taschenbuch)
von Jürgen Hesse (Autor), Hans Christian Schrader (Autor)
Es ist das
Standardwerk über Einstellungstest, zugeschnitten
u.a. auf den Test bei der Bundeswehr.